20 Marken im Öko-Test: Ein Bio-Ei vom Discounter fällt wegen Dioxin durch – Video

Verspricht das Label Bio die besseren Eier? Nicht immer, hat das Verbrauchermagazin „Ökotest“ herausgefunden. Die Tester nahmen 20 Eier-Sorten unter die Lupe und checkten sie auf Schadstoffe und schauten sich die Haltung der Hennen an. Nur vier Produkte empfehlen die Tester.

Bio-, Boden- oder Freilandhaltung – beim Eier-Kauf haben Verbraucher die Qual der Wahl. Das Verbrauchermagazin Ökotest hat jetzt 20 Eier aus biologischer und konventioneller Herkunft auf Schadstoffe, Qualität und Haltungsbedingungen geprüft. Die Eier wurden im Labor auf Salmonellen, das Insektizid Fipronil und auf Dioxine untersucht. Die gute Nachricht: 19 von 20 enthielten keine bedenklichen Stoffe. Nur bei den Aldi-Eiern „GutBio 6 frische Bio-Eier“ fanden die Tester leichte Dioxin-Spuren.

Bei Eiern mit Note "sehr gut" haben die Hühner viel Auslauf und Abwechslung

Nur vier Produkte empfehlen die Ökotester. Mit der Note eins bewerteten sie die „Origin-Eier“ von Alnatura. Dabei handelte es sich um Eier von Rassen, die weniger legen müssen und weniger gemästet werden. Mit „sehr gut“ schnitten auch die „Bruderküken Eier“ von Alnatura und die Eier der Initiative „Huhn & Hahn“ von Bioland ab. Beide Erzeuger lassen männliche Küken am Leben und achten darauf, dass die Hühner ausreichend Platz haben.

Außerdem können die Tiere in Sandbädern ihr Gefieder reinigen, haben Tageslicht und genügend Auslauf zum Scharren. Das Ei kostet hier zwischen 45 und 55 Cent.

Die Bio-Eier von Haehnlein erhielten nur die Note „gut“, weil die Erzeuger mehr als 14 Junghennen pro Quadratmeter halten. Das ist nach Ansicht des Deutschen Tierschutzbundes zu wenig.

 

Schlechte Haltungsnoten wegen Dioxin und wenig Platz

Der Test zeigte, dass auch Bio-Eier schlechte Haltungsnoten bekommen können. Die „GutBio 6 frische Bio Eier“ von Aldi Nord für 27 Cent und die „Frische Deutsche Bio-Eier“ von Real für 31 Cent erhielten jeweils die Bewertung „mangelhaft“. Bei den Aldi-Eiern waren die Dioxin-Spuren ausschlaggebend. "Sie schöpfen den gesetzlichen Grenzwert für Dioxine zu mehr als 50 Prozent aus", schreibt Ökotest. Bei den Real-Eiern gab es unter anderem Abzüge, weil die Hennen zu wenig Platz haben.

Bei den konventionellen Eiern schnitten die „Spitz & Bube“-Eier aus Freilandhaltung von Rewe mit der Note „befriedigend“ am besten ab. Die Eier kosten 29 Cent pro Stück. Auch hier werden die männlichen Küken am Leben gelassen, doch die Hennen haben zu wenig Platz. Die Eier aus Bodenhaltung von Lidl, Aldi Süd und Aldi Nord erhielten dagegen die Note „mangelhaft“. Auch hier lag es an Platzmangel, fehlenden Sandbädern und Grünauslauf. Diese Sparmaßnahmen zeigen sich am Preis. Das Ei kostet nur zwölf Cent.

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