Ständig Heißhunger?: Forscher erklären, warum man nicht aufhören kann zu naschen

Die ständige Gier nach Süßigkeiten und die Unfähigkeit, die Finger davon zu lassen, gleichen in ihren neurologischen Abläufen Krankheiten. So das Ergebnis kalifornischer Forscher.

Ihnen zufolge gibt es Parallelen zu Spielsucht, Drogensucht und Parkinson.

Naschen und Sucht – der Zusammenhang

„Wir haben die Verbindungen im Gehirn entdeckt, die für Impulskontrolle zuständig sind“, sagte der Hirnforscher Scott Kanoski vom USC Dornsife College of Letters, Arts and Sciences zu der Studie, die in dem Fachmagazin ‚Nature Communications‘ erschien.

„Der Schlüssel ist ein melaninhaltiges Neuropeptid, auf das wir uns konzentrieren.“

Das MCH (melanin-concentrating hormone) wird mit dem Appetit auf Essen und dem Drang zum Drogenkonsum in Verbindung gebracht.

In Versuchen mit Ratten sahen die Forscher den Unterschied zwischen impulsivem Essen wie es bei Heißhungerattacken der Fall ist und anderen Motivationen zum Essen.

Naschen: Öfter ist reizvoller als mehr auf einmal

Durch die Beeinflussung des MCH-Werts wurden die Ratten angeregt, öfter einen Hebel zu aktivieren, der ihnen Futter gab. Dabei scheint „öfter“ sogar einen größeren Reiz auszuüben als „mehr Futter“.

Das kommt vermutlich vielen Menschen bekannt vor, die das Dauerknabbern nicht lassen können. Schuld ist also nicht die fehlende Willenskraft, sondern der MCH-Wert!

Durch Hirnscans gewannen die Forscher zudem neue Erkenntnisse über die Signalübermittlung innerhalb des Hippocampus und dessen Rolle für Emotionen, Gedächtnis und Impulskontrolle. Der nächste Schritt soll die Erforschung des Zusammenspiels von Belohnungszentrum und Impulskontrolle sein.

Quelle

  • Gersema, E. (2019): Can’t stop putting your hand in the candy dish? Scientists may have found why, abgerufen am 01.11.2019 https://www.sciencedaily.com/releases/2019/10/191029104757.htm

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