Teufelskreis: Frust führt zu ungesundem Essverhalten

Die psychische Verfassung und auch die soziale Situation haben einen Einfluss darauf, was und wie viel Menschen essen.

Ein Forscherteam aus Singapur stellte fest, dass Menschen, die finanziell oder sozial schlechter gestellt sind, sich meist ungesünder ernähren. Wie erklären die Forscher diesen Zusammenhang?

Wie Frust das Essverhalten beeinflusst

Die Wissenschaftler um Bobby Cheon führten für die Studie, die im Juli 2019 auf einer Fachtagung in Utrecht vorgestellt wurde, mehrere Experimente durch.

Sie veranlassten ihre Versuchsteilnehmer, die eigene Lebenssituation mit der von Menschen zu vergleichen, die sozial und finanziell entweder besser oder schlechter dastanden als sie selbst.

Während des Versuchs standen Snacks und Süßigkeiten griffbereit auf einem Tisch.

Bildergalerie: Gesunde Snacks zum Abnehmen

Die Probanden, die sich aufgrund dieser Vergleiche eher unterlegen oder benachteiligt fühlten, griffen eher zu den ungesunden Naschereien.

Bei Untersuchungen wurde bei ihnen ein höherer Wert des sogenannten Appetithormons Ghrelin gemessen.

Wie bekommt man Frustfuttern in den Griff?

Die Forscher wollten auch herausfinden, ob man auf das frustgesteuerte Essen Einfluss nehmen kann.

Sie veranlassten diese Teilnehmer, zwei Wochen lang ein Tagebuch zu führen, in dem sie notierten, was ihnen Gutes widerfahren war und wofür sie in ihrem Leben aktuell oder generell dankbar waren. Tatsächlich aßen sie in der Folge kleinere Portionen.

Indem man die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben erhöht, kann man demnach auf das eigene Essverhalten Einfluss nehmen. Unzufriedenheit kann einen aus den unterschiedlichsten Gründen plagen, ob Underdog oder nicht.

Darum ist eine regelmäßige Übung in Demut und Dankbarkeit sicher eine tolle Idee – nicht nur fürs ersehnte Idealgewicht.

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