Aufwandsentschädigung für ABDA-Vorstand soll um 23 Prozent steigen

Ende Juni soll die ABDA-Mitgliederversammlung denHaushaltsentwurf der ABDA für das Jahr 2020 beschließen. In den aktuellenEntwurf, der bereits vom Gesamtvorstand beschlossen wurde, ist noch eineunerwartete Regelung zur Vergütung des ABDA-Vorstandes eingeflossen. Demzufolge sollen fürdie Aufwandsentschädigung im kommenden Jahr etwa 108.000 Euro mehr ausgegebenwerden – das entspricht einem Plus von 23 Prozent. Wie und an wen das Geld ander ABDA-Spitze verteilt werden soll, ist unklar. Die ABDA will keinenKommentar abgeben. Klar ist nur: Eigentlich müsste die ABDA vor einer solchen Neuregelung Beschlüsse einholen.

Wie jedes Jahr im Juni will die ABDA-Mitgliederversammlungauch in diesem Monat noch den Haushaltsentwurf der Standesvertretung für daskommende Jahr beschließen. Schon vor einigen Wochen lag ein erster Entwurf vor,nach dem die ABDA ihr Budget um 313.000 Euro erhöhen und dies zum Teil über moderatgesteigerte Mitgliedsbeiträge finanzieren will. Dieser erste Entwurf warbereits zum Beschluss im Gesamtvorstand – das Gremium, in dem die Spitzen der34 Kammern und Verbände zusammen kommen. Nach Informationen von DAZ.online gabes drei Gegenstimmen – der Entwurf ist also mit deutlicher Mehrheit an die nächsteInstanz verwiesen: die ABDA-Mitgliederversammlung, die am 25. Juni erstmals imneuen Apothekerhaus in Berlin tagen soll.

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Die etwa 140 Vertreterinnen und Vertreter aus den Kammernund Verbänden werden dann nochmals die Möglichkeit bekommen, denHaushaltsentwurf zu diskutieren. Ein im Vergleich zum ersten Haushaltsentwurf neuhinzu gekommener Punkt dürfte dabei für Gesprächsstoff sorgen: Laut aktuellemEntwurf will die ABDA etwa 108.000 Euro mehr für die Aufwandsentschädigung desVorstandes ausgeben. Konkret sollen dieVergütungen des Vorstandes insgesamt von rund 462.000 Euro in diesem Jahr aufrund 570.000 Euro im kommenden Jahr steigen. Das entspricht einer Steigerungvon rund 23 Prozent. Finanziert werden soll die Steigerung aus derVermögensverwaltung, die Mehrausgaben führen also nicht zu einerBeitragssteigerung.

Wie erklärt die ABDA diese Anpassung? Ein sehr kleiner Teilder Erhöhung ergibt sich wohl aus einer regulären Anpassung. Denn: EinigeVorstandsgehälter passen sich automatisch an, wenn auch die Tariflöhne derApothekenangestellten steigen. So kommt eine marginale Steigerung von rund8.000 Euro zusammen. Wie werden aber die zusätzlichen 100.000 Euro erklärt? In der Entwurfserklärung ist dazu folgenderSatz enthalten: „Für die beabsichtigte Anpassung der Regelung derAufwandsentschädigung für Vorstandsmitglieder ist ein zusätzlicher Betrag von100.000 Euro berücksichtigt, der über weitere Einnahmen aus derVermögensverwaltung finanziert werden soll.“

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