Gesundheit

Spahn spricht mit Adexa über Kompetenzerweiterung für PTA

Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet derzeit an einerumfassenden Reform des PTA-Berufes. Neben der schon länger angekündigtenReformierung der PTA-Ausbildung ist nach Informationen von DAZ.online auch eineKompetenzerweiterung für pharmazeutisch-technische Angestellte im Gespräch. DieApothekengewerkschaft Adexa war am gestrigen Montag zu Besuch im Ministerium.Dabei wurde auch erneut klar: Das Rx-Versandverbot ist fürBundesgesundheitsminister Jens Spahn gestorben.

Dass es in dieser Legislaturperiode mitBundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) das im Koalitionsvertrag erwähnteRx-Versandverbot gibt, wird immer unwahrscheinlicher. Nachdem Spahn derABDA-Mitgliederversammlung bereits im Dezember mitteilte, dass er es fürpolitisch „unwägbar“ halte und es auch persönlich nicht wolle, teilte er seineAblehnung am gestrigen Montag auch der Apothekengewerkschaft Adexa mit.Adexa-Chef Andreas May und Tanja Kratt, Leiterin der Tarifkommission in derGewerkschaft, waren am gestrigen Montag zu einem Besuch bei Spahn im BMG.

Kratts Resümee hinsichtlich des Rx-Versandverbotes fällt fürdie Apotheker ernüchternd aus: „Spahn hat sich unsere Argumente angehört, aberauch deutlich gemacht, dass wir keine Hoffnungen in ein Rx-Versandverbot setzensollten.“ Das Problem der fehlenden Gleichpreisigkeit zwischen deutschenApotheken und ausländischen Versendern werde auf anderem Wege gelöst werdenmüssen. Zur Erinnerung: Spahn hatte im Dezember Eckpunkte vorgestellt, nachdenen die EU-Versender Rx-Boni bis 2,50 Euro gewähren können und ab einemMarktanteil von 5 Prozent in ihrer Boni-Strategie gedrosselt werden sollen.

PTA: Neue Ausbildung und mehr Kompetenzen

Der thematische Schwerpunkt des Gespräches zwischen derApothekengewerkschaft und dem Minister lag aber auf der Weiterentwicklung desPTA-Berufes. Spahn hatte auf seinem Facebook-Kanal schon mehrfach angekündigt,dass er die Ausbildung der PTA reformieren will. Auch die Adexa fordert eineErneuerung – sowohl organisatorisch als auch inhaltlich. Konkret will dieApothekengewerkschaft erreichen, dass die Fachschulausbildung von 24 auf 30Monate verlängert wird, die ABDA lehnt dies allerdings ab. Spahn soll bei demgestrigen Treffen noch nicht signalisiert haben, in welche Richtung er beidieser Frage tendiert. Fest steht aber: Schon bald will der Minister ersteVorschläge zur PTA-Ausbildung präsentieren – im Dezember erklärte er, dass dieAusbildungsreform noch in diesem Jahr in Kraft treten soll.

Andreas May zeigte sich zufrieden mit demGespräch über die Ausbildungsnovellierung: „Erfreulich ist, dass der Ministerbei der PTA-Ausbildungsnovellierung das bisherige hohe Tempo beibehält. Wirkönnen also in Kürze mit einem Vorschlag rechnen, den dieInteressenvertretungen der PTA zur internen Diskussion erhalten werden.“

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