Warum ist die Verlängerung der PTA-Ausbildung gescheitert?

Gleich mehrere Verbände lagen den Gesundheitspolitikern der Großen Koalition in den vergangenen Monaten in den Ohren: Wenn die PTA-Ausbildung geändert wird und an die neuen Gegebenheiten im Apothekenalltag angepasst, dann sollte die theoretische Ausbildung auch verlängert werden. Doch seit dem heutigen Dienstag steht fest: Union und SPD konnten sich nicht auf eine Verlängerung einigen. DAZ.online hat mit den beiden gesundheitspolitischen Sprecherinnen der Regierungsfraktionen (Karin Maag, CDU / Sabine Dittmar, SPD) gesprochen, um die Gründe dafür zu verstehen.

Mit der PTA-Berufsreform will die Große Koalition erstmals seit Jahrzehnten die Ausbildung, aber auch die Berufsausübung der pharmazeutisch-technischen Assistentinnen/-en neu regeln. Zunächst wird im Berufsgesetz erstmals ein richtiges Berufsbild geschaffen: In zehn Punkten werden Tätigkeiten aufgeführt, die die PTA-Tätigkeit insbesondere umfasst. Weiterhin sieht das Gesetz umfangreiche Neuregelungen in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung vor: Die Ausbildungsinhalte werden aktualisiert und neu strukturiert. Die größte Änderung in der PTA-Ausbildung betrifft wohl die Stundenverteilung sowie die Zusammensetzung und Bezeichnung der jeweiligen Fächer.

Und hier liegt der Knackpunkt: Insbesondere die Adexa und der BVpta haben in den vergangenen Monaten argumentiert, dass man auch die Ausbildung als solches verlängern müsse, wenn man neue Inhalte vermittelt und eine neue Ausbildungsstruktur schafft. Die ABDA hielt dagegen und will es bei der bisherigen Struktur belassen – zwei Jahre Berufsfachschule und ein halbes Jahr Praktikum. Auch das Bundesgesundheitsministerium vertrat bislang diese Ansicht. Die SPD-Bundestagsfraktion hatte sich zuletzt allerdings quergestellt und dem BMG eine Prüfbitte zur Verlängerung der Ausbildung auf dann 3 Jahre zukommen lassen.

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Seit dem heutigen Dienstagvormittag steht aber fest: Die Sozialdemokraten konnten sich nicht durchsetzen mit dieser Forderung. Wie DAZ.online bereits berichtete, soll zuletzt über einen Kompromiss verhandelt worden sein, bei dem die Ausbildung zwar verlängert wird. Allerdings wären nur weitere acht Wochen Schulzeit hinzugekommen, die zusätzlichen vier Monate hätten die angehenden PTA in der Apotheke verbracht. Allerdings: Nach acht Jahren soll evaluiert werden, ob eine Verlängerung der theoretischen Ausbildung nicht doch sinnvoll wäre. DAZ.online hat zunächst bei Sabine Dittmar, der gesundheitspolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion, nachgefragt, warum sich die SPD nicht durchsetzen konnte. Dittmar erklärte:

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