Aus Frust habe ich immer mehr gegessen – Denis schwieriger Weg hin zu seinem

Aller Anfang ist schwer – vor allem, wenn man der einzige ist, der an seinen Erfolg glaubt. Das weiß Deni nur zu gut und erzählt uns von seinem Auf und Ab zum Wunschgewicht.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei unserem Partner-Portal FitForFun.  Autor ist Deni Koljenovic.

Wenn man kaum Hilfe von außen bekommt, bleibt einem nichts anderes übrig: Man muss die Ruder selbst in die Hand nehmen und alleine gegen die Strömung ankämpfen. Das hat auch Deni Koljenovic gemerkt und vor sieben Jahren den Startschuss für seine Körpertransformation gesetzt.

Und: Er hat es geschafft! Vor allem durch die Veränderung im Kopf konnte er seinen Lebensstil umgestalten und so nicht nur sein Äußerliches, sondern vor allem sein mentales Ich stärken.

"Aus Frust habe ich immer mehr gegessen"

Mit sechs Jahren begann ich langsam an Gewicht zuzunehmen und wurde nach einiger Zeit auch gemobbt. Sogar meine Kinderärztin sagte mir damals, dass ich keine 30 Jahre alt werde, wenn ich so weitermache.

Selbst Ernährungsberatung und Psychologen konnten mir nicht weiterhelfen.

Diäten hatte ich bereits alle möglichen probiert und Kuren wollte meine Krankenkasse nicht bezahlen, stattdessen gab man mir lediglich Info-Flyer.

Nicht nur ich machte mir Sorgen, sondern auch meine Familie. Ich musste Blutdrucktabletten nehmen und litt unter Gelenkschmerzen. Aus Frust habe ich dann immer mehr gegessen – bis ich mich 2011 dazu entschied, eine Schlauchmagen-Operation zu machen.

Jedoch blieb auch hier die Unterstützung der Krankenkasse aus. Ich ging vor Gericht und der Prozess zog sich ganze zwei Jahre – leider ohne Erfolg! Mittlerweile hatte ich ein Gewicht von 152,6 kg und konnte mich nicht mehr frei bewegen.

"Ich muss da jetzt durch, auch wenn niemand an mich glaubt"

Eines Tages ging ich durch die Stadt, als ich bemerkte, wie ein Kind sich nach mir umdrehte und seine Mutter fragte: „Mama, warum ist dieser Mann so dick?“ Dieser Satz ist mir bis heute im Kopf geblieben.

Das war der Moment, in dem mir klar wurde: Okay, ich muss da jetzt durch, auch wenn niemand an mich glaubt!

Ich machte die Magenverkleinerung und bezahlte sie aus eigenem Geldbeutel. Doch die Operation war nur eine Starthilfe, denn: Der Magen ist ein Muskel und dehnt sich wieder aus – davor warnten mich auch die Ärztinnen und Ärzte. Nach großen Schmerzen und etwas Schonzeit, begann die große Transformation. 

Die größte Veränderung geschieht im Kopf

Ich fing an „bunter“ zu kochen, kleinere Mahlzeiten zu essen und Sport zu machen. Öfter zu lächeln und dankbar zu sein, waren auch wichtige Schritte für mich. Immer wieder erinnerte ich mich selbst: „Du schaffst das!“

Bei sportlichen Aktivitäten standen für mich hauptsächlich kurze Cardio-Einheiten auf dem Plan, da alles andere bei meinem Körpergewicht zu gelenkschädigend gewesen wäre. Erst nach 40 Kilo Gewichtabnahme habe ich mit einfachen Kraftübungen für unterschiedliche Muskelgruppen begonnen. 

Gerade anfangs musste ich mir meine Infos selbst im Internet zusammensuchen und mir fehlte professioneller Rat. Nur im Fitnessstudio, durch Besuche bei Hausärzten und in der Ernährungsberatung habe ich etwas Hilfe erhalten.

Dennoch hätte ich mir aber gewünscht, ein Vorbild und mehr Inspiration zu haben. Das ist auch der Grund, warum ich später selbst Trainingslizenzen gemacht habe, meine Geschichte teile und andere auf meinem Instagram-Kanal mit meinem Lebenswandel motivieren möchte.

Nichts motiviert mehr, als der Erfolg

Nachdem ich innerhalb von zweieinhalb Jahren 70 kg abgenommen hatte und mein neues Gewicht ein Jahr lang gehalten hatte, unterzog ich mich einer 360-Grad-Hautstraffung, die ich ebenfalls selbst bezahlte.

Nach der Hautstraffung musste ich eine dreimonatige Sportpause einlegen und meldete mich dann sofort im Fitnessstudio an.

Dafür stellte ich mir mit meinem neu gesammelten Know-How einen eigenen Trainingsplan zusammen. Mein Training ist viel effektiver als früher und dauert nur noch 45 Minuten pro Tag. Ich splitte dabei in drei unterschiedliche Muskelgruppen und wiederhole die Einheiten dann, sodass ich sechs Mal die Woche ins Gym gehe:

  • 1. Tag: Brust, Bizeps und Bauch
  • 2. Tag: Trizeps, Rücken und Schulter
  • 3. Tag: Unterkörper

Ich habe zwölf Kilo Muskelmasse zugenommen und bin heute ein ganz anderer Mensch als früher. Ich habe nach wie vor den gleichen Charakter, aber mein Selbstbewusstsein ist nicht mehr mit dem von früher zu vergleichen. 

Ernährung: Geschmacksexplosion dank Gewürzen

Was meine Ernährung angeht, verzichte ich auf nichts und esse, worauf ich Lust habe – aber mit Bedacht und viel Obst und Gemüse. Ich habe mir beigebracht, mein Essen so zu kochen, dass ich auch auf gesunde Gerichte Lust habe.

Außerdem habe ich gelernt, Langeweile aus der Küche zu verbannen und experimentiere gerne mit verschiedenen Zutaten. Essentiell sind für mich hier vor allem verschiedene Gewürze. Wichtig ist mir zudem, unnötige Fette zu vermeiden und stattdessen gute Fette, wie Avocado oder Ghee, zu verwenden.

Ein guter Indikator für viel Abwechslung: Die Lebensmittel auf dem Teller sollten möglichst unterschiedliche Farben haben, meine Mahlzeiten sollen insgesamt also sehr bunt sein. Deswegen koche ich auch alles frisch und verwende keine Fertigprodukte.

Drei Erfolgstipps von Deni:

Weitere Hintergründe zu seiner Erfolgsgeschichte finden Sie auf dem Instagram-Account des Autors @fitbydeni.

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