COVID-19 und Diabetes: Risiko für schweren Verlauf erhöht – Heilpraxis

COVID-19: Auswirkungen auf Menschen mit Diabetes?

Menschen mit Diabetes scheinen verstärkt von schweren COVID-19-Verläufen betroffen und parallel oft vorliegende Nierenprobleme und Lungenprobleme erhöhen das Risiko für einen schweren Verlauf zusätzlich.

Auf der ganzen Welt leiden viele Millionen Menschen an Diabetes. Laut Robert Koch-Institut (RKI) erhalten in Deutschland insgesamt 7,2 Prozent der Erwachsenen (4,6 Millionen) im Alter von 18 bis 79 Jahren eine Diabetes-Diagnose. Bei einem weiteren Anteil von zwei Prozent der Erwachsenen (1,3 Millionen) muss von einem noch unentdeckten Diabetes ausgegangen werden. Nach jetzigem Kenntnisstand sind etwa 90 Prozent aller Erkrankungen dem Typ-2-Diabetes zuzuordnen.

Menschen mit Diabetes sollten besonders vorsichtig sein

Die Forschenden der Cleveland Clinic betonen in ihrer Pressemeldung, dass Menschen mit Diabetes unbedingt Vorsichtmaßnahmen ergreifen sollten, da es wahrscheinlicher für sie sei, eine schwere Form von COVID-19 zu entwickeln, wenn sie sich mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 zu infizieren.

Diese Erkrankungen erhöhen das Risiko noch weiter

Es hat sich gezeigt, dass Personen mit Diabetes tedenziell häufiger Nierenprobleme und Lungenprobleme aufweisen und dies erhöht ihr Risiko für einen schlechteren Verlauf von COVID-19 zusätzlich, berichten die Forschenden.

Diabetes schwächt das Immunsystem

Es sei bisher zwar nicht vollständig klar, dass Menschen mit Diabetes automatisch ein höheres Risiko für eine Erkrankung durch COVID-19 haben, aber unkontrollierter Diabetes schwächt das Immunsystem und kann zu Komplikationen und einer erschwerten Genesung führen, erklärt das Team weiter.

Das Risiko für einen schwereren Verlauf von COVID-19 hängt also davon ab, wie gut an Diabetes erkrankte Personen mit ihrer Erkrankung zurechtkommen und ob noch andere Gesundheitsprobleme vorliegen.

So können Sie sich schützen

Dr. Cecilia Lansang von der Cleveland Clinic betont, dass Menschen mit Diabetes unbedingt eine Maske tragen, Ansammlungen von Menschen meiden, Maßnahmen der Distanzierung bzw. Kontaktvermeidung befolgen und wenn möglich, von zu Hause aus arbeiten sollten. So kann eine mögliche Exposition gegenüber SARS-CoV-2 begrenzt werden.

„Ich glaube nicht, dass ein Patient mit Diabetes notwendigerweise andere Vorsichtsmaßnahmen treffen muss als die, die besprochen wurden, es sei denn, es gibt eine Möglichkeit, ihm dabei zu helfen, seinen Blutzucker in dieser Zeit in den Griff zu bekommen, dann wäre das hilfreich”, erläutert Dr. Lansang in einer Pressemitteilung der Cleveland Clinic. (as)

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