Ernährung gegen ständige Müdigkeit – Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal

Energiereicher durch den Tag mit der richtigen Ernährung

Morgens nach dem Aufstehen immer noch müde und kaum wach, steht schon das Mittagstief bevor. Nach der Arbeit ist man so kaputt, dass nur noch das Sofa angesteuert wird. Kommt Ihnen das bekannt vor? Vielleicht ist die Ernährung schuld an den ständigen Tiefs. Eine Ernährungsexpertin gibt Tipps, wie man mit der richtigen Nahrung Müdigkeit bekämpfen kann.

Anna Kippen ist Ernährungsberaterin an der renommierten Cleveland Clinic in den USA. In einem aktuellen Beitrag der Klinik erklärt die Expertin, wie man abseits der bekannten Muntermacher Koffein und Zucker ein höheres Energieniveau über den Tag hält. So sorgen Sie durch die Ernährung für mehr Durchhaltevermögen.

Fünf Ernährungstipps gegen Müdigkeit

Laut Kippen gibt es ein paar bewährte Nahrungsmittel und Ernährungsweisen, die dafür sorgen, dass man sich innerhalb kurzer Zeit munterer und energiegeladener fühlt. Die folgenden fünf Tipps helfen der Ernährungsberaterin zufolge dabei, ständige Tiefs und Müdigkeit aus dem Alltag fernzuhalten.

1. Nicht das Frühstück weglassen

Studien haben bereits gezeigt, dass Menschen, die regelmäßig frühstücken, bessere Leistungen erzielen, insgesamt weniger Kalorien über den Tag zu sich nehmen und weniger Krankheitstage aufweisen. Personen, die ständig das Frühstück weglassen, sind dagegen häufiger träge oder lethargisch am Vormittag.

2. Das Kaffeetrinken nicht übertreiben

Ein bis drei Tassen Kaffee am Tag sind völlig unbedenklich. Ein mäßiger Kaffeekonsum wurde in neusten Ernährungsstudien sogar als gesund eingestuft, sofern der Kaffee nicht gezuckert wird. Wer es allerdings mit dem Kaffee übertreibt, und bis in den Nachmittag hinein oder sogar abends Kaffee trinkt, kann so den Grundstein für schlechten Schlaf legen. Die daraus resultierende Müdigkeit am nächsten Tag wird dann wieder mit Kaffee bekämpft – ein Teufelskreis.

Mehr Informationen über Kaffee finden Sie in dem Artikel: 9 Gründe, warum Kaffeetrinken gesund ist.

3. Raffinierte Kohlenhydrate vermeiden

Wie Kippen berichtet, liefern Kohlenhydrate dem Körper zwar schnelle Energie, doch hochraffinierte Kohlenhydrate wie Weißbrot, Süßigkeiten und Backwaren sorgen für eine regelrechten Überladung. Nach einem kurzen Hoch folgt dann der Fall. Man fühlt sich groggy und schläfrig, was schlimmstenfalls durch weitere hochraffinierte Kohlenhydrate ausgeglichen wird.

Die Ernährungsexpertin empfiehlt, stattdessen komplexe Kohlenhydrate und ballaststoffreiche Nahrungsmittel zu konsumieren. Geeignet sind beispielsweise Haferflocken, brauner Reis, Blaubeeren, Orangen, Hülsenfrüchte, Brokkoli, Spargel, Spinat und Grünkohl.

4. Proteine spenden länger Energie

Zudem rät Kippen dazu, magere und proteinreiche Mahlzeiten und Snacks zu sich zu nehmen, denn Protein braucht länger, um verdaut und absorbiert zu werden. Die Freisetzung von Zucker im Blutkreislauf wird durch Proteine verlangsamt, wodurch das Energieniveau über einen längeren Zeitraum stabil bleibt. Gute Proteinquellen sind beispielsweise Nüsse, Naturjoghurt oder Hummus.

5. Nicht zu viel auf einmal essen

Wenn man längere Zeit nichts isst, kann das Energieniveau soweit absinken, dass man eine Heißhungerattacke bekommt und dann bei der nächsten Gelegenheit sich den Bauch vollstopft. Auf diese Weise isst man nicht nur zu viel, sondern tendenziell auch eher ungesunde Lebensmittel. Die Folge: man gerät von einem niedrigen Energieniveau in einen übersättigten Zustand, bei dem das eine Tief ein neues ablöst. Für den Blutzucker ist dies die reinste Achterbahnfahrt.

Tipp der Ernährungsberaterin: Essen Sie regelmäßig, aber nicht zu viel. Als Hauptmahlzeit eignen sich beispielsweise magere Eiweiße aus Hühnerbrust oder Fisch zusammen mit komplexen Kohlenhydraten, beispielsweise aus braunem Reis. Dazu sollte viel Gemüse konsumiert werden. (vb)

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Autoren- und Quelleninformationen

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