Für Menschen ab 60 Jahren: Wo Sie sich heute noch ohne Termin impfen können

Informationen zur Coronavirus-Impfung vom 11. April 2021

  • Wer zuerst, wer zuletzt? Mit dieser Impfstrategie will Deutschland Corona besiegen
  • Die große Bundesländer-Übersicht: Hier stehen die neuen Corona-Impfzentren

China erwägt Vermischung von Impfstoffen

07.51 Uhr: Um die Wirksamkeit seiner Corona-Impfstoffe zu erhöhen, erwägt China eine Vermischung verschiedener Präparate. Die Behörden müssten "über Wege nachdenken, wie das Problem gelöst werden kann, dass die Wirksamkeit der existierenden Impfstoffe nicht hoch ist", sagte der Leiter des chinesischen Zentrums für Krankheitskontrolle- und prävention, Gao Fu, laut Staatsmedienberichten am Samstag bei einer Konferenz in Chengdu.

Es ist das erste Mal, dass ein ranghoher Vertreter Chinas die relativ geringe Wirksamkeit der von China entwickelten Corona-Impfstoffe öffentlich eingeräumt hat. In dem Land haben bislang vier Corona-Impfstoffe eine bedingte Marktzulassung erhalten, 161 Millionen Dosen wurden seit dem Start der Impfkampagne im vergangenen Jahr verabreicht. Ziel Pekings ist die vollständige Immunisierung von 40 Prozent der 1,4 Milliarden Einwohner Chinas bis Juni.  Zhang Yuwei/AP/picture alliance Ein Sinopharm-Mitarbeiterin inspiziert Impfstoff-Spritzen in einer Verpackungsanlage in Peking im Dezember 2020

In klinischen Studien in Brasilien erzielte der Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac eine Schutzwirkung von nur rund 50 Prozent gegen Infektionen mit dem Coronavirus. Schwere Krankheitsverläufe, die eine medizinische Behandlung erfordern, verhindert der Impfstoff nach Unternehmensangaben aber zu 80 Prozent. Die beiden Corona-Impfstoffe des Unternehmens Sinopharm haben eine Wirksamkeit von rund 79,3 beziehungsweise 72,5 Prozent. Das Vakzin von CanSino schützt zu rund 65 Prozent vor einer Corona-Infektion. 

Laschet will Impfreihenfolge noch im Frühjahr aufheben – und kritisiert Söder-Vorstoß

Sonntag, 11. April, 07.16 Uhr: Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, die Impfreihenfolge noch im Frühjahr aufzuheben und die Anti-Corona-Spritzen für alle Bundesbürger freizugeben. "Wenn zum Ende des Frühjahrs die großen Impfstoffmengen kommen, sollten die Impfprioritäten fallen und die Impfungen für alle Menschen geöffnet werden. Das wäre ein wichtiger Baustein für die Brücke zu einem Sommer mit viel mehr Freiheit", sagte Laschet der "Bild am Sonntag". Er verteidigte die bisherige strenge Impfreihenfolge: "Mit der strikten Priorisierung am Anfang haben wir eine Schutzmauer für die Alten und Pflegebedürftigen errichtet. So haben wir unzählige Leben gerettet."

Kritik übte Laschet an dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), weil dieser nur für sein Bundesland 2,5 Millionen Dosen des russischen Impfstoffes Sputnik V bestellt hat: "Ich finde es richtig, wenn die Bundesrepublik Deutschland nach klaren Kriterien Impfstoff für alle bestellt und nicht jeder nur für sich."

Zustimmung signalisierte Laschet für eine Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes, um einheitliche Lockdownregeln in ganz Deutschland zu beschließen: "Ein Bundesgesetz ist der langsamste Weg, aber wenn es gut gemacht ist, bin ich dafür."

Kretschmann berichtet von Impf-Nebenwirkungen: "Musste einen Tag Homeoffice machen"

17.11 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat sich vor drei Wochen als erster deutscher Regierungschef gegen das Coronavirus impfen lassen – allerdings ging die Impfung nicht ganz spurlos an ihm vorbei. Gefragt nach Nebenwirkungen, berichtete er am Rande des Parteitags der Südwest-Grünen am Samstag in Heilbronn von Gliederschmerzen und davon, dass er sich schlapp gefühlt habe. "Ich musste einen Tag Homeoffice machen", sagte Kretschmann. "Aber es lohnt sich für den Schutz, den man dadurch bekommt." Christoph Schmidt/dpa/archivbild Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Der 72 Jahre alte Grünen-Politiker hatte sich gemeinsam mit seiner Frau den Impfstoff von Astrazeneca spritzen lassen. Müdigkeit, Kopfweh sowie Schmerzen an der Einstichstelle gehören zu häufigen Nebenwirkungen der Impfung. Solche Begleiterscheinungen sind Impfexperten zufolge üblich.

"Riesenandrang" bei Ü60Sonderimpfaktion in Greifswald

13.35 Uhr: Bei Sonderaktionen in den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald konnten sich am Samstag über 60-Jährige spontan gegen Corona impfen lassen. Zusätzliche Termine wurden in Neubrandenburg, Demmin und Mirow sowie in Greifswald und Pasewalk angeboten. In Greifswald habe es schon am Morgen einen "Riesenandrang" gegeben, sagte Anke Radlof von der Pressestelle des Landkreises. Die Ersten Impfwilligen hätten sich schon um 5.30 Uhr eingefunden, zweieinhalb Stunden vor Öffnung des Impfzentrums. Foto: Stefan Sauer/dpa Menschen warten vor dem Impfzentrum des Landkreises Vorpommern-Greifswald, hier können heute Impfwillige über 60 Jahre ihre Corona-Schutzimpfungen ohne vorherige Terminvergabe erhalten.

"Viele hatten Klappstühle und Bücher dabei", sagte sie. Die Stimmung sie "total entspannt" gewesen – trotz Wartezeiten von bis zu zwei Stunden. Geimpft wurde mit dem Wirkstoff von Astrazeneca. Während man in Vorpommern-Greifswald ganz ohne Anmeldung zum Impfen kommen konnte, verwies die Seenplatte-Verwaltung darauf, dass man sich auch einen Termin über die Hotline reservieren kann.

In Vorpommern-Greifswald waren bis mittags 500 Menschen geimpft. Dass der Impfstoff ausgehe, sei nicht zu befürchten, sagte Radlof. An der Seenplatte waren am Karsamstag bereits mehr als 960 Menschen vorrangig mit dem Astrazeneca-Impfstoff versorgt worden.

Bereits am Freitag war eine Impfaktion ohne vorherige Terminvergabe in Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg) angelaufen, wo nach Angaben des Landkreises täglich bis zu 300 Menschen geimpft werden können.

Impfung ohne Termin an folgenden Standorten

13.15 Uhr: Vorpommern-Greifswald will am Samstag, 10. April, ganz ohne Anmeldung impfen. Das Angebot gilt in den Zentren in Greifswald und Pasewalk für Menschen ab 60 Jahren. Dabei soll der Impfstoff von Astrazeneca zum Einsatz kommen. Man hofft auf mehr als 1000 Impfwillige.

Entsprechende Impfmöglichkeiten soll es auch in Neubrandenburg, Demmin und Mirow geben. Während Vorpommern-Greifswald ganz ohne Anmeldung impfen will, verwies die Seenplatte-Verwaltung darauf, dass man sich auch einen Termin über die Hotline reservieren kann.

Auch in Passau ist am Samstag für Menschen über 60 Jahre eine Impfung ohne Termin möglich. Und zwar im Impfzentrum in der X-Point-Halle in Kohlbruck zwischen 13 und 18 Uhr. Voraussetzung ist aber eine Online-Registrierung unter www.impfzentren.bayern.

Impfung ohne Termin:

  • Neubrandenburg, Haus der Kultur und Bildung
  • Demmin, Turnhalle der beruflichen Schule
  • Mirow, Amtsverwaltung
  • Impfzentrum Greifswald
  • Impfzentrum Pasewalk
  • Passau, X-Point-Halle in Kohlbruck

An der Seenplatte waren am Karsamstag schon mehr als 960 Menschen vorrangig mit dem Astrazeneca-Impfstoff versorgt worden. Bereits am Freitag war eine Impfaktion ohne vorherige Terminvergabe in Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg) angelaufen, wo nach Angaben des Landkreises täglich bis zu 300 Menschen geimpft werden können. Bei einer ähnlichen Aktion am Ostermontag in Wismar hatten sich trotz Schneetreiben lange Warteschlangen gebildet. Laut Landkreis waren mehr als 900 Menschen geimpft worden.

Terminfreie Angebote hat es auch bereits in anderen Impfzentren gegeben. In Gütersloh war im März mehr Impfstoff von Biontech/Pfizer geliefert worden als geplant. Kurzfristig konnten sich Über-80-Jährige auch ohne Anmeldung impfen lassen, wie die "Neue Westfälische" berichtete.

Ein weitere "Impfung ohne Termin"-Aktion ist für den 17. April in den beiden Impfzentren in Wismar und Grevesmühlen geplant, wo zusammen noch einmal rund 1000 Impfungen veranschlagt seien.

Bouffier warnt vor Alleingängen bei Impfstoff-Beschaffung

13.01 Uhr: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier warnt vor Alleingängen der Bundesländer bei der Beschaffung von Corona-Impfstoff. Dass Bayerns Ministerpräsident Markus Söder 2,5 Millionen Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V für sein Bundesland bestellt habe, habe ihn "überrascht", sagte Bouffier der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

"Bisher hatten wir eine Verständigung: Der Bund beschafft den Impfstoff und verteilt ihn nach der Einwohnerzahl an die Länder." Falls Bayerns Beispiel Schule mache, müsse man über die Verteilung reden, meinte Bouffier. "Ich kann doch niemandem in Hessen klarmachen, dass jetzt ein Land Millionen Impfdosen mehr hat, aber bundesweit immer noch das Gleiche bekommt." Hessen sei stolz darauf, "in Rekordzeit" ein neues Biontech-Werk in Marburg genehmigt zu haben. "Wenn Alleingänge Schule machen, müsste ich jetzt darauf dringen, dass Biontech nicht mehr an alle zugleich liefert, sondern zuerst an uns. Was würden denn die anderen dann sagen?"

EU-Ratspräsident sieht Europa bald als führenden Impfstoffhersteller

12.51 Uhr: EU-Ratspräsident Charles Michel hat den Aufstieg der EU zu einem führenden Impfstoffproduzenten der Welt vorausgesagt. "Wenn wir die Produktion in den nächsten Wochen weiter beschleunigen, wird Europa ein führender, vielleicht sogar der weltgrößte Impfstoffhersteller sein", sagte Michel dem "Handelsblatt" und anderen europäischen Wirtschaftsmedien.

Verglichen mit den USA meinte Michel, man müsse "alle Elemente" der Corona-Krisenpolitik berücksichtigen. Dazu zählten auch die großzügigeren europäischen "sozialen Schockabsorber" wie die Sozialleistungen.

EU-Impfboss: Bis Mitte Juli sollen 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung geimpft sein

12.25 Uhr: Thierry Breton, Chef der EU-Taskforce zur Impfstoff-Produktion, bekräftigt das Versprechen, dass alle EU-Mitgliedsstaaten im Sommer genug Impfstoff haben werden, um den Großteil der erwachsenen Bevölkerung zu impfen. „Wir werden bis Mitte Juli in der Lage sein, den Mitgliedstaaten genügend Dosen zu liefern, um etwa 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung zu impfen“, so der EU-Binnenmarkt-Kommissar im Gespräch mit „CNN“.

Ende März hatte Breton angekündigt, dass die EU am 14. Juli – dem französischen Nationalfeiertag – die Herdenimmunität erreicht haben soll. „Wir haben die wissenschaftliche Schlacht gewonnen und wir sind dabei, die industrielle Schlacht zu gewinnen“, sagte Breton.

Bei den Schwierigkeiten mit Impfstoffproduzent Astrazeneca soll Breton eingegriffen haben, nachdem es „zu viele Ungereimtheiten“ gegeben haben soll. „Ich empfahl der Kommission, die Streitbeilegungsklauseln im Vertrag zu aktivieren. Und ich habe mein Team gebeten, die Produktion fast Charge für Charge zu verfolgen und Unstimmigkeiten aufzudecken, was insbesondere zur Untersuchung durch italienische Behörden für AstraZeneca in Anagni führte.“ Daraufhin wurden 29 Millionen in der EU produzierten Impfstoff-Dosen, die nun in kurzer Zeit an EU-Länder ausgeliefert werden sollen.

Foto: Screenshot CNN Thierry Breton im Interview mit dem US-Nachrichtensender „CNN“.  

Astrazeneca-Entwickler stellt Antrag auf Börsengang

11.37 Uhr: Das Biotech-Startup, das hinter dem gemeinsam von Astrazeneca und der Universität Oxford entwickelten Impfstoff gegen Covid-19 steht, hat heute bei den US-Behörden einen Antrag auf einen Börsengang gestellt. Die Vaccitech erklärte in einer Wertpapieranmeldung, dass es plant, die Technologie, die dem Impfstoff zugrunde liegt, für die Entwicklung von Behandlungen gegen Prostatakrebs, Hepatitis B und das humane Papillomavirus zu nutzen. Vaccitech strebt eine börsennotierte Bewertung von rund 700 Millionen Dollar an, wobei die Geldgeber schätzen, dass das Unternehmen bis zum Jahresende 1 Milliarde Dollar wert sein könnte, wie das "Wall Street Journal" letzten Monat berichtete. Das Unternehmen hat vor kurzem 168 Millionen Dollar an neuen Mitteln als Schritt in Richtung eines Börsengangs erhalten.

Curevac hofft auf EU-Zulassung im Mai

Samstag, 10. April 2021, 07.05 Uhr: Der Tübinger Impfstoffhersteller Curevac hält eine europäische Zulassung seines Corona-Impfstoffes angesichts von Fortschritten in den erforderlichen Studien noch im Mai oder Juni für möglich. "Wir sind bereits sehr fortgeschritten in der dritten klinischen Testphase und erwarten die Daten für das finale Zulassungspaket", sagte Curevac-Sprecher Thorsten Schüller der "Augsburger Allgemeinen". Die Virus-Varianten hätten die Komplexität für die laufende klinische Studie drei erhöht. Curevac plane weiter mit der Produktion von bis zu 300 Millionen Impfdosen in diesem Jahr. Auch Bayer werde den mRNA-Impfstoff produzieren.

Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild Das Tübinger Unternehmen Curevac.  

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