Lage immer angespannter: Fast 900 Neuinfektionen in Deutschland – WHO mit eindringlichem Appell

Die Corona-Pandemie hält die Welt weiterhin in Atem: Mehr als 15 Millionen Menschen haben sich bisher mit dem Coronavirus infiziert, 208.086 davon in Deutschland. Die USA melden beinahe täglich neue Rekordzahlen. Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

TOP-NEWS: Fast 900 Neuinfektionen in Deutschland – Zahl der aktiven Fälle steigt deutlich

20.05 Uhr: Bislang haben sich in Deutschland 208.086 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie aus den Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Am Donnerstag wurden rund 880 neue Fälle gemeldet. Kein Bundesland blieb am Donnerstag ohne Neuinfektionen.

9111 Menschen sind an den Folgen des Virus gestorben. Laut Robert Koch-Institut sind 191.800 Menschen, die sich mit dem Virus infiziert hatten, wieder genesen. Somit sind rund 7200 Menschen akut infiziert (aktive Fälle). Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Mittwoch (6800).

Die Reproduktionszahl fiel unterdessen erneut leicht auf 1,02. Sie gibt an, wie viele weitere Menschen eine infizierte Person im Schnitt ansteckt.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 37.233 (1847 Todesfälle)
  • Bayern: 50.821 (2620 Todesfälle)
  • Berlin: 9191 (223 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3571 (173 Todesfälle)
  • Bremen: 1777 (56 Todesfälle)
  • Hamburg: 5385 (231 Todesfälle)
  • Hessen: 11.895 (519 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 864 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 14.383 (651 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 48.301 (1732 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 7488 (239 Todesfälle)
  • Saarland: 2843 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5533 (224 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 2017 (64 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3427 (156 Todesfälle)
  • Thüringen: 3357 (182 Todesfälle)

*Diese Bundesländer haben keine neuen Fallzahlen gemeldet

Gesamt (Stand 30.07.2020, 20.01 Uhr): 208.086 (9111 Todesfälle)

Vortag (Stand 29.07.2020, 19.56 Uhr): 207.206 (9101 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 191.800

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei rund 7200

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,02 (Stand 30.07.20)

TOP-NEWS: WHO warnt vor Nachlässigkeit in Corona-Krise: "Junge Menschen sind nicht unbesiegbar"

20.00 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat junge Menschen vor Nachlässigkeit in der Corona-Krise gewarnt. "Es scheint, dass der Wiederanstieg der Fälle in mehreren Ländern teilweise darauf zurückzuführen ist, dass junge Menschen unachtsam geworden sind", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus Donnerstag auf einer virtuellen Pressekonferenz in Genf am. 

"Junge Menschen sind nicht unbesiegbar", betonte er. Auch sie könnten sich infizieren und sterben. Deshalb müssten sie die "gleichen Vorsichtsmaßnahmen treffen wie der Rest der Bevölkerung, um sich und andere zu schützen".

Weltweit haben sich nach offiziellen Angaben bislang rund 17 Millionen Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Fast 670.000 Menschen starben an den Folgen der Infektion. Insbesondere in europäischen Urlaubsländern, wo junge Menschen Bars oder Strandpartys besuchen, ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt wieder angestiegen.

Corona-Ausbruch in Studentenwohnheim in Goslar

19.43 Uhr: In einem Studentenwohnheim in Clausthal-Zellerfeld (Kreis Goslar) sind fünf Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Landkreis am Donnerstag mit. Über die Quelle der Infektionen habe das zuständige Gesundheitsamt noch keine Informationen, hieß es weiter. Das gesamte Haus mit 55 Einzelappartements wurde unter Quarantäne gestellt. Wie viele Studenten sich in dem Clausthaler Wohnheim derzeit aufhalten, war zunächst unklar und sollte überprüft werden. Getestet worden waren zunächst 15 Menschen. Die übrigen Bewohner sowie alle noch zu ermittelnden Kontaktpersonen außerhalb des Wohnheims sollen am Freitag untersucht werden.

 

Deutsche Bahn will Maskenverweigerer aus ihren Zügen werfen

18.50 Uhr: Nach massiver Kritik will die Deutsche Bahn nun handeln, und Maskenverweigerer aus ihren Zügen werfen. Für den Konfliktfall gebe es „klare Anweisungen an unsere Kolleginnen und Kollegen in den Zügen, dass dann, wenn das nachhaltig ein Konflikt ist mit dem Maskentragen, wir gemeinsam mit der Bundespolizei den Beförderungsausschluss auf den Weg bringen“, so Deutsche-Bahn-Chef Richard Lutz im Interview mit „RTL“ und „ntv“. Der Ausschluss müsse allerdings die Ausnahme bleiben. „Die direkte Ansprache der Fahrgäste, dass die bitte Maske tragen mögen, wirkt normalerweise“, so Lutz weiter. Immer wieder hatte es zuletzt Kritik gegeben, die Deutsche Bahn setze die Maskenpflicht nicht konsequent genug durch. Auch schienen die Zuständigkeiten hinsichtlich des Vorgehens gegen Maskenverweigerer bisweilen unklar.

Lesen Sie auch: "Die Bahn ist nicht die Polizei" – Masken-Chaos in der Bahn: Niemand setzt die Tragepflicht durch, Kunden sind sauer

TOP-NEWS: Corona-Ausbruch in christlicher Gemeinde in Sinsheim

16.51 Uhr: 40 Mitglieder einer christlichen Gemeinde in Sinsheim in Baden-Württemberg haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Andreas Welker, am Donnerstag in Heidelberg mit. Bisher seien 105 Gemeindemitglieder untersucht worden. Nun sollen auch noch die restlichen 77 Mitglieder der Gemeinde getestet werden.

Grund für die Flächentestung war der Kontakt eines positiv Getesteten zu der rumänisch-christlichen Gemeinde in Sinsheim sowie weitere Infektionen in einer anderen Gemeinde in Baden-Württemberg. Da dort keine Gottesdienste mehr durchgeführt werden konnten, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass Gemeindemitglieder Gottesdienste in Kommunen in der Umgebung besucht haben.

TOP-NEWS: Berlin führt Maskenpflicht an Schulen ein

15.39 Uhr: Berlin wird im Kampf gegen das Coronavirus eine Maskenpflicht an Schulen einführen. Die Regelung soll nach Ferienende in gut einer Woche für Schüler, Lehrer und andere Beschäftigte in Schulgebäuden gelten, wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Donnerstag mitteilte. Während des Unterrichts und im Hort muss indes niemand Maske tragen.

Trotz steigender Fallzahlen: Frankreich will zweiten Lockdown „in jedem Fall vermeiden“

14.37 Uhr: Frankreich schließt einen zweiten Corona-Lockdown offenbar kategorisch aus, trotz zuletzt steigender Infektionszahlen. Wie der „Guardian“ berichtet, hätten Behörden gesagt, es handele sich nicht um eine „zweite Welle“. Premierminister Jean Castex sagte, ein Lockdown wäre „katastrophal“ und müsse „in jedem Fall vermieden“ werden. Zwischen März und Mai hatte Frankreich bereits einen zweimonatigen Lockdown verhängt. Castex sagte weiter: „Eine solche Maßnahme würde sicherlich die weitere Ausbreitung der Pandemie stoppen. Aber in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht wäre sie katastrophal.“ Auch sei die Zahl der positiven Tests im Vergleich zu anderen Ländern niedrig und die Zahl der Krankenhauseinweisungen sei nach wie vor überschaubar.

In Frankreich sind nach Angaben der Johns Hopkins University mehr als 222.000 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Mehr als 30.000 Menschen sind bislang an den Folgen des Virus gestorben.

Berlin bereitet sich auf Stuttgarter Corona-Demonstranten vor

14.20 Uhr: Der Hauptstadt steht ein Wochenende mit zahlreichen Demonstrationen bevor. Für die größte Kundgebung in Berlin am Samstag sind rund 10 000 Teilnehmer angemeldet, wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag sagte. Die Initiative "Querdenken 711" aus Stuttgart will demnach auf der Straße des 17. Juni zwischen Großem Stern und Yitzhak-Rabin-Straße unter dem Motto "Das Ende der Pandemie – Tag der Freiheit" demonstrieren (15.30 bis 22.00 Uhr).

Etwa 3000 Teilnehmer sind laut Polizei für eine Kundgebung auf dem Platz des 18. März am Brandenburger Tor (14.00 bis 22.00 Uhr) angemeldet. Deren Teilnehmer wollten sich für Frieden, Meinungsvielfalt und Demokratie stark machen.

Die Polizei werde mit Hunderten Beamten im Einsatz sein, betonte die Sprecherin. Abstandsregeln müssten eingehalten werden, die Demonstranten müssten wegen der Pandemie einen Mund-Nasenschutz tragen.

In Stuttgart hatte "Querdenken 711" wiederholt gegen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus und für die Wahrung der Grundrechte demonstriert. Christoph Schmidt/dpa

Corona-Krise: Kontaktbeschränkungen in norddeutscher Kreisstadt Heide

12.47 Uhr: Wegen stark gestiegener Corona-Neuinfektionen sollen im schleswig-holsteinischen Heide ab Samstag wieder strengere Schutzmaßnahmen gelten. So werde es wieder die Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum geben, dass sich maximal zwei Personen aus unterschiedlichen Haushalten treffen dürfen, sagte Landrat Stefan Mohrdieck am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in der Landeshauptstadt Kiel.

In der Kreisstadt (Kreis Dithmarschen) sollen auch öffentliche Veranstaltungen ausgesetzt werden, bis die Infektionszahlen wieder sinken. Der Heider Wochenmarkt dürfe nur noch mit einem Mund-Nasen-Schutz besucht werden. Die Kundenzuläufe zu den Geschäften würden etwas abgebremst. Zudem würden die Testungen ausgeweitet.

Am Mittwoch waren dem Landrat zufolge 13 weitere Corona-Neuinfektionen in dem Kreis festgestellt worden, sechs davon in Heide. Insgesamt gab es in den vergangenen sieben Tagen im Kreis Dithmarschen 44 Neuinfektionen, die meisten davon in Heide.

Corona-Pandemie:US-Top-Virologe rät jetzt zu 5 Maßnahmen

12.30 Uhr: Der führende US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci hat vor einem Anstieg der Coronavirus-Fälle in einigen Bundesstaaten gewarnt. Er rief in einem Interview des Senders MSNBC daher am Mittwoch (Ortszeit) dringend dazu auf, fünf Maßnahmen zu befolgen: Masken tragen, Menschenansammlungen meiden, einen Mindestabstand von mindestens sechs Fuß (rund 1,8 Meter) einhalten, Händewaschen und sich von Bars fernhalten oder diese, wo möglich, schließen.

"Wenn wir nicht anfangen, diese fünf Prinzipien ziemlich strikt zu befolgen, wird es unvermeidlich passieren, dass die Bundesstaaten, die noch nicht in Schwierigkeiten sind, wahrscheinlich in Schwierigkeiten geraten werden", warnte der renommierte Immunologe. Fauci ist Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten und gehört als Berater der Coronavirus-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses an. Patrick Semansky/AP/dpa

In südlichen Bundesstaaten wie Florida, Texas oder Arizona, die bereits eine Wiederzunahme der Ansteckungen erlebt hätten, sei der Anteil der positiv ausgefallenen Tests gestiegen. Dies sei ein "todsicherer Hinweis darauf, dass man sich in einem Prozess befindet, bei dem man auf ein Wiederaufflammen zusteuert". Man beginne, dies jetzt auch in anderen Staaten wie Kentucky, Tennessee, Ohio und Indiana zu beobachten. Es gehe nun darum, der Infektionskurve zuvorzukommen, denn die jetzt sichtbaren Auswirkungen spiegelten Entwicklungen der vergangenen Wochen wider.

TOP-NEWS: Corona-Ausbruch nach Baby-Party in Mecklenburg-Vorpommern

11.27 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten nach einer Familienfeier im Raum Hagenow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ist weiter auf zwölf gestiegen. Am späten Mittwochabend sei ein positives Testergebnis bekanntgeworden, sagte ein Sprecher des Landkreises am Donnerstag. Von den nunmehr zwölf Fällen entfielen elf auf den Landkreis Ludwigslust-Parchim und einer auf Schwerin. Rund 200 Kontaktpersonen seien in Quarantäne, am Donnerstag seien weitere Tests geplant.

Nach einem Bericht der "Schweriner Volkszeitung" war wohl eine Baby-Begrüßungsparty mit mehr als 35 Personen in einem kleinen Ort nahe Hagenow der Ursprung des Infektionsgeschehens. Diese habe zum größten Teil im Freien stattgefunden, wegen des Wetters sei aber auch in einer Garage weitergefeiert worden. Unter den Infizierten ist demnach auch eine Mitarbeiterin des Jobcenters in Hagenow. Es wurde bis auf weiteres komplett geschlossen, wie es auf der Internetseite des Jobcenters heißt.

Die Chefin des Gesundheitsamtes des Landkreises Ludwigslust-Parchium, Ute Siering, mahnte in der Zeitung zu besonderer Vorsicht bei den am Wochenende anstehenden Einschulungsfeiern. "Nicht alles, was erlaubt ist, erweist sich später noch als gut", zitiert das Blatt die Expertin. Sie empfahl, zu jeder Feier Teilnehmerlisten zu führen, damit im Fall der Fälle die Kontakte nachvollzogen werden könnten. dpa/Sven Hoppe/dpa/Symbolbild Eine Mitarbeiterin bereitet Proben von Menschen mit Covid-19 Verdacht für die weitere Analyse vor.

Leichte Entspannung in Spaniens Corona-Hotspots

10.21 Uhr: In Spanien gibt es nach Angaben der Behörden Anzeichen für einen Rückgang der täglich registrierten Corona-Infektionen in den besonders betroffenen Regionen Barcelona und Lleida. Die erneute Ausbreitung des Virus vor allem in diesen beiden Regionen hat den für das Land wichtigen Tourismussektor schwer geschädigt, weil europäische Länder wie etwa Deutschland wieder von Urlaubsreisen in bestimmte Gebiete abraten und Großbritannien sogar eine Zwangsquarantäne für alle Rückkehrer aus Spanien anordnete. Viele Urlauber stornierten deshalb ihre Reservierungen. Die Zeitung "La Vanguardia" berichtete nun am Donnerstag unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsbehörden, die Reproduktionszahl (R), die angibt, wie viele weitere Menschen ein Infizierter ansteckt, sei in beiden Gebieten Kataloniens deutlich gesunken. dpa

In der im Landesinneren gelegenen Stadt Lleida und umliegenden Gemeinden in der Region Segià liege der R-Wert seit vergangenem Samstag unter 1, was nach Angaben der Polytechnischen Universität Kataloniens (UPC) zeige, dass das Virus hier auf dem Rückzug sei. Die Behörden hoben inzwischen einen Teil der strikten Ausgangsbeschränkungen für die dort etwa 70 000 betroffenen Menschen auf und beendeten auch die Abriegelung der Region.

Auch in der Touristenmetropole Barcelona und dem südlichen Vorort L'Hospitalet de Llobregat, wo der R-Wert zeitweise bei 3 gelegen hatte, sinke die Ansteckungsrate, liege aber immer noch leicht über 1, schrieb die Zeitung weiter. "Die Tendenz ist gut, aber es gibt noch viele Fälle", sagte die Wissenschaftlerin der Universität UPC, Clara Prats. Alle Vorsichtsmaßnahmen müssten aufrechterhalten bleiben, um den R-Wert unter 1 zu bekommen. Die Behörden hatten das Nachtleben weitgehend eingeschränkt, größere Versammlungen verboten und die Menschen aufgefordert, das Haus nur aus dringendem Anlass zu verlassen.

17 Millionen Corona-Fälle weltweit – Brasilien stellt neue traurige Rekorde auf

07.48 Uhr: Die Zahl der weltweit registrierten Covid-19-Infektionen hat die Marke von 17 Millionen überschritten. Die Johns Hopkins University aus den USA meldete am Donnerstagmorgen 17.029.155 Corona-Fälle. Die Zahl stieg binnen der vergangenen neun Tage damit um mehr als 2 Millionen.

Brasilien hat derweil bei der Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus wie auch bei den Todesfällen in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19 neue Höchststände verzeichnet. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Mittwochabend (Ortszeit) 69.074 neue Infektionsfälle binnen 24 Stunden. Insgesamt wurden in dem größten und bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas damit bisher 2.552.265 Fälle registriert. dpa/Eraldo Peres/AP/dpa Bolsonaro-Unterstützer halten bei einer Demonstration ein Plakat mit einem Bild des brasilianischen Präsidenten hoch.

Auch die am Mittwoch neu gemeldeten 1595 Todesfälle sind ein neuer trauriger Rekord. Allerdings hatte der Bundesstaat São Paulo zuvor – nach einem Bericht der Zeitung "Folha de Sao Paulo" aus technischen Gründen – seine Daten vom Dienstag zurückgehalten, was die tägliche Zählung etwas verzerrt. Mit den neu registrierten Todesfällen durchbrach Brasilien die Marke von insgesamt 90.000 Corona-Toten. Nur in den USA wurden bislang mehr Infektionen und Todesfälle in der Corona-Pandemie verzeichnet. 

Corona-Cluster nach Trauerfeier in Wien

07.31 Uhr: Nach einer Trauerfeier in Wien ist ein neuer Corona-Cluster entstanden, wie das Portal "oe24" berichtet. "Wir haben da offenbar ein Problem in Wien", hieß es dazu aus Regierungskreisen. Reiserückkehrer aus der Türkei hätten bei der Trauerfeier sieben Gäste infiziert, die das Virus wiederum innerhalb ihrer Familien weitergaben. Insgesamt gibt es nun 18 Infizierte. Die Lage sei jedoch im Griff.

Abgeordnete müssen im Saal des US-Repräsentantenhauses jetzt Maske tragen

06.42 Uhr: Nachdem ein Abgeordneter positiv auf das Coronavirus getestet worden ist, hat das US-Repräsentantenhaus eine Maskenpflicht eingeführt. Abgeordnete und Mitarbeiter müssten "im Saal des Repräsentantenhauses jederzeit Masken tragen", kündigte dessen Vorsitzende, die Demokratin Nancy Pelosi, am Mittwoch (Ortszeit) an. Ohne eine entsprechende Mund-Nasen-Bedeckung sei der Zutritt zu Gebäuden des Unterhauses nicht mehr gestattet. Zuvor war das Tragen einer Maske bereits in Ausschüssen vorgeschrieben, außerhalb jedoch lediglich empfohlen. Medienberichten zufolge soll die neue Regelung ab Donnerstagmorgen gelten. dpa/Patrick Semansky/AP/dpa Abgeordnete bei der Abstimmung im Repräsentantenhaus.

Zuvor hatte der republikanische Abgeordnete Louie Gohmert bestätigt, zweimal positiv auf das Coronavirus getestet worden zu sein. Er zeige keine Symptome, sagte Gohmert in einer am Mittwoch auf Twitter veröffentlichten Videobotschaft. Der Texaner hatte trotz bestehender Empfehlung wiederholt keine Maske im Kapitol getragen. Zuletzt nahm er auch am Dienstag an einer Anhörung mit Justizminister William Barr teil. US-Medien berichteten übereinstimmend unter Berufung auf das Justizministerium, dass Barr negativ auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden sei.

Polizei-Gewerkschaft: Corona-Tests als letztes Mittel mit Zwang

06.26 Uhr: Verpflichtende Corona-Tests für Reiserückkehrer könnten nach Einschätzung der Polizeigewerkschaft GdP als letztes Mittel von der Polizei mit Gewalt durchgesetzt werden. "Wir müssen letztlich Recht durchsetzen und am Ende auch mit Zwang", sagte der Vize-Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wenn die Verwaltungsanordnung zur Corona-Testpflicht durch Zwang durchgesetzt werden soll, ist das Aufgabe der Polizei." Die Entscheidung müsse aber auf Landesebene getroffen werden.

Der Gewerkschafter rief Reisende zur Zusammenarbeit auf. "Die Testpflicht erfordert ein hohes Maß an Verständnis von der Bevölkerung, denn so ein Test ist ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit", sagte Radek. "Grundsätzlich muss man zwischen der körperlichen Unversehrtheit des Einzelnen und den Interessen der Gesellschaft abwägen. Hier haben wir einen Fall, den wir im gesellschaftlichen Miteinander noch nicht hatten." Er rechne aber mit der Bereitschaft zu freiwilligen Corona-Tests, betonte Radek. dpa/Kay Nietfeld/dpabild Jörg Radek.

TOP-NEWS: 44 Corona-Fälle in Dithmarschen innerhalb von sieben Tagen

06.09 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage ist im Landkreis Dithmarschen auf 44 gestiegen. Dies teilte ein Sprecher des Landkreises am Mittwochabend mit. Bei weiter deutlich steigenden Zahlen könnte der Kreis zum Risikogebiet werden. Weitere Tests stehen noch aus. Der Kreis will am Donnerstag informieren, wie die weitere Verbreitung des Virus innerhalb der Stadt Heide verhindert werden soll.

Der Sprecher hatte am Nachmittag mitgeteilt, dass es sich bei zuvor bekanntgewordenen 33 Corona-Infizierten vor allem um Rückkehrer von Reisen auf den West-Balkan und nach Skandinavien handele. Weitere Ansteckungen habe es in den Familien gegeben. Der überwiegende Teil entfalle auf mehrere Familien aus Dithmarschen, die engen Kontakt pflegten.

Am Abend teilte er mit: "Neben weiteren Positivfällen aus der Testreihe im Zuge des Ausbruchsgeschehens in Heide haben sich unabhängig davon auch in anderen Teilen des Kreises Neuinfektionen ereignet. Auch für Heide stehen noch weitere Testungen an."

Im Kreis Dithmarschen leben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 133 210 Menschen. Rein rechnerisch müsste es innerhalb von sieben Tagen mehr als 66,5 Neuinfizierungen geben, damit er zum Risikogebiet erklärt wird. Maßgeblich dafür ist im Regelfall, ob mehr als 50 Personen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche positiv auf das Virus getestet wurden. Carsten Rehder/dpa Busse in Dithmarschen

 

TOP-NEWS: Erneut mehr als 700 Neuinfektionen – Zahl der aktiven Fälle steigt deutlich

19.53 Uhr: Seit Beginn der Pandemie haben sich 207.206 Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert, wie aus den Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Am Mittwoch wurden 739 neue Fälle gemeldet. In Nordrhein-Westfalen war die Zahl der Neuinfektionen (225) besonders hoch. Ebenfalls drastisch war der Anstieg bei den Infektionszahlen in Mecklenburg-Vorpommern – zumindest prozentual gemessen. Hier lag die Zahl der Neuinfektionen am Mittwoch bei 12, was einem Anstieg von 1,4 Prozent entspricht. Zum Vergleich: In Bayern, Baden-Württemberg und NRW lag der Anstieg jeweils unter 0,5 Prozent.

Bislang sind in Deutschland 9101 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Das Robert Koch-Institut beziffert die Zahl der Genesenen auf 191.300. Somit sind rund 6800 Menschen akut infiziert (aktive Fälle). Das sind 200 mehr als noch am Dienstag. Die Reproduktionszahl fiel wieder leicht, auf 1,13. Sie gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 37.233 (1847 Todesfälle)
  • Bayern: 50.821 (2620 Todesfälle)
  • Berlin: 9191 (223 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3571 (173 Todesfälle)
  • Bremen: 1777 (56 Todesfälle)
  • Hamburg: 5385 (231 Todesfälle)
  • Hessen: 11.895 (519 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 864 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 14.383 (651 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 48.301 (1732 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 7488 (239 Todesfälle)
  • Saarland: 2843 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5533 (224 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 2017 (64 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3427 (156 Todesfälle)
  • Thüringen: 3357 (182 Todesfälle)

*Diese Bundesländer haben keine neuen Fallzahlen gemeldet

Gesamt (Stand 30.07.2020, 20.01 Uhr): 208.086 (9111 Todesfälle)

Vortag (Stand 29.07.2020, 19.56 Uhr): 207.206 (9101 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 191.800

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei rund 7200

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,02 (Stand 30.07.20)


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