Rote-Beete-Saft lindert Bluthochdruck – Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal

Nitratreicher Rote-Beete-Saft senkt den Blutdruck

Bluthochdruck ist ein extrem weit verbreitetes Beschwerdebild, wobei vielen Betroffenen nicht bewusst ist, dass sie an einer Hypertonie leiden. Doch die Folgen eines unbehandelte Bluthochdruck können dramatisch sein – nicht ohne Grund ist Bluthochdruck in der Fachwelt auch als „silent Killer“ bekannt. Allerdings lässt sich moderater Bluthochdruck oftmals durch mehr Bewegung und Umstellungen der Ernährung in den Griff bekommen. Eine wesentlichen Beitrag könnte hier laut einer aktuellen Studie Rote-Beete-Saft leisten.

Ein einer aktuellen Studie hat das Forschungsteam um Mario Siervo von der School of Life Sciences an der University of Nottingham die Wirkung von Rote-Beete-Saft gegen Bluthochdruck untersucht. Dabei konnten sie eine signifikante Reduzierung des Blutdrucks durch den nitratreichen Saft feststellen. Veröffentlicht wurden ihre Studienergebnisse in dem Fachmagazin „The Journal of Nutrition“.

Das Forschungsteam führte seine Untersuchungen an 47 Hypertonie-Patienten aus Tansania durch. Angesichts der eingeschränkten medizinischen Versorgung werden in der Subsahara-Region derzeit händeringend neue Strategien zur Eindämmung der vermehrten Hypertonie-Erkrankungen gesucht. Hier könnten diätetische Interventionen wie anorganisches Nitrat oder Folsäure-Supplementierung einen vielversprechenden Ansatz bilden, berichten die Froschenden. Rote Beete ist dabei angesichts ihres hohen Nitratgehalt ein gut geeigneter Kandidat.

Nitrat-Supplementierung mit Rote-Beete-Saft

In der aktuellen Studie haben die Forschenden daher die die Auswirkungen auf den Blutdruck bei einer diätetischen anorganischen Nitrat-Supplementierung mit Rote-Beete-Saft alleine sowie in Kombination mit Folsäure untersucht. Hierfür erhielten die Teilnehmenden über einen Zeitraum von 60 Tagen per Zufall zugeordnet entweder nitratreichen Rote-Beete-Saft und Folsäure, nitratreichen Rote-Beete-Saft und ein Placebo oder nitratarmen Rote-Beete-Saft und ein Placebo.

Des Weiteren wurde zu Studienbeginn, nach 30 Tagen und am Ende des Studienzeitraums der Blutdruck in einer 24-stündigen Messung erfasst. Zudem kontrollierten die Forschenden die Nitrat- und Folatkonzentrationen im Blutplasma sowie das Nitrat und Nitrit im Speichel.

Systolischer und diastolischer Blutdruck gesenkt

Nach 60 Tagen stellten die Forschenden bei allen Versuchsgruppen eine signifikanten Absenkung des 24-stündigen systolischen Blutdrucks fest, aber nur in der Gruppe des nitratreichen Rote-Beete-Safts plus Placebo ging auch der diastolische Blutdruck signifikant zurück. Dies spricht für eine eindeutige Wirkung des nitratreichen Safts.

Neue Ernährungsstrategie gegen Bluthochdruck?

Das anorganisches Nitrat könnte eine potenzielle Ernährungsstrategie zur Eindämmung der Hypertonie sein und nun seien weitere Langzeituntersuchungen erforderlich, die die Wirksamkeit des Rote-Beete-Saftes zur Senkung des Blutdrucks und zur Minderung des Risikos von Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersuchen, so das Fazit des Forschungsteams. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

Quelle: Den ganzen Artikel lesen