Thunberg kritisiert Impfstoff-Ungerechtigkeit – und spendet 100.000 Euro für gerechte Verteilung

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg spendet 100.000 Euro aus ihrer Stiftung für eine faire Verteilung der Corona-Impfstoffe. "Die internationale Gemeinschaft muss mehr tun, um die Tragödie der Impfstoff-Ungerechtigkeit zu bekämpfen", sagte die 18-Jährige am Montag auf einer Corona-Pressekonferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus forderte die Weltgemeinschaft auf, es Thunberg gleich zu tun.

Corona-Impfungen


Beim Impfen denken die reichen Staaten nur an sich selbst – ein Fehler, der sich rächen wird

„Haben Mittel zur Verfügung, um Ungleichgewicht zu korrigieren“

Die Spende von Thunbergs Stiftung fließt an die internationale Corona-Impfinitiative Covax, die sich für eine faire weltweite Verteilung der Corona-Vakzine einsetzt. "Wir haben die Mittel zur Verfügung, um das große Ungleichgewicht zu korrigieren, das heute weltweit im Kampf gegen Covid-19 besteht", erklärte Thunberg. "Genau wie bei der Klimakrise müssen wir zuerst denen helfen, die am meisten gefährdet sind."

Etwa eine von vier Personen in Ländern mit hohem Einkommen hätten einen Covid-19-Impfstoff erhalten, in Ländern mit niedrigen Einkommen sei es nur eine von 500 Personen , schrieb Thunberg in einem Tweet.

"Ich fordere die Weltgemeinschaft auf, Gretas Beispiel zu folgen und alles in ihrer Macht stehende zu tun, um die am meisten gefährdeten Menschen der Welt vor dieser Pandemie zu schützen", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Fast 900 Millionen Corona-Impfdosen wurden bislang laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP in mindestens 206 Gebieten weltweit verabreicht. Rund 48 Prozent der Dosen entfielen auf Länder mit hohem Einkommen, nur 0,1 Prozent wurden in den 29 einkommensschwächsten Ländern verabreicht.

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